Was für Waren importiert Deutschland aus welchen Ländern?




Die folgende Grafik zeigt die Struktur der deutschen Importe nach Ländergruppen, einzelnen Staaten und Warengruppen, jeweils gewichtet nach ihren Anteilen: Wenn Sie auf der ersten Ebene auf eine Ländergruppe klicken, öffnet sich eine zweite Ebene, die zeigt, aus welchen Staaten dieser Gruppe Deutschland wie viel importiert. Ein Klick auf die einzelnen Staaten zeigt, welche Warengruppen konkret aus diesem Land importiert werden.

Quellen: Destatis, eigene Berechnungen”

Die meisten Waren importiert Deutschland aus der EU (57%), Asien (20%) und den europäischen Ländern, die nicht Teil der EU sind (11%). Der größte Anteil der nach Deutschland eingeführten Waren stammt aus China (knapp 10%), es folgen die Niederlande, Frankreich, die USA und Italien.

Quellen: Destatis, eigene Berechnungen

Auch bei den Importen stieg der absolute Wert der Maschinenbau- und Autoindustrieerzeugnisse am stärksten an – von einem Tiefststand von 235 Milliarden im Jahr 2009 auf knapp 350 Milliarden im Jahr 2016. Der Import von Fertigwaren & Warenverkehrsvorgängen nahm ebenfalls deutlich zu. Auffallend ist der deutliche Rückgang der Roh- und Brennstoffe seit 2014, der auf den Einbruch der Rohstoffpreise (vor allem Mineralöl) zurückzuführen sein dürfte.

Destatis, eigene Berechnungen

Auch die Importstruktur der Warengruppen hat sich seit knapp 10 Jahren kaum verändert. Der Anteil einzelner Warengruppen an den Gesamtexporten zeigt, dass Fertigwaren & Warenverkehrsvorgänge in den letzten Jahren am meisten an Bedeutung hinzugewonnen haben. Danach folgen Maschinen- und Fahrzeugimporte. Deutliche Schwankungen gibt es nur bei den Roh- und Brennstoffimporten.

Destatis, eigene Berechnungen

Die Volatilität der Roh- und Brennstoffimporte dürfte auf die Schwankungen der Weltmarktpreise zurückzuführen sein. Dafür spricht auch, dass das Importvolumen dieser Warengruppe lediglich in Euro betrachtet sehr stark schwankt, aber das importierte Gewicht durchaus konstant ist. So importierte Deutschland (mit Ausnahme des Krisenjahres 2009) seit 2008 jedes Jahr Roh- und Brennstoffe zwischen 360 und 400 Megatonnen. Allerdings ging das Importvolumen in Euro gemessen insbesondere seit 2014 – also parallel zum Verfall der globalen Rohstoffpreise – kontinuierlich zurück.

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